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"Faire Preise für Schweine und Futtermittel"
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Aktuelles und Neuigkeiten
| Bericht und Fotos vom neuen Biomaststall in Tecklenburg |
| ABD e.V. / 10.03.2010, 23:50 |
Der Betrieb von Anne und Raimund Bäumer in Tecklenburg verfügt über 30 ha LN, die vor allem mit Gemüse und Beerenobst bestellt werden. Früher gab es auch 7 bis 8 Sauen. Die Sauenhaltung wurde eingestellt, dafür die Schweinemast ausgedehnt. Daneben gibt es ein paar Mutterkühe und Rindermast. Im vergangenen Jahr baute Raimund Bäumer einen neuen Stall für seine Mastschweine. Der Stall entspricht hinsichtlich Platzansprüchen und Ausläufen den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung und bietet rechnerisch 360 Tieren Platz (auf Endmastplätze gerechnet 288 Tiere). Als einer der ersten Bio-Betriebe in Deutschland installierte Bäumer eine Flüssigfütterung mit deren Hilfe u. a. Altbrot von einer Biobäckerei gefüttert werden kann. Im Auslauf wird den Schweinen zudem Raufutter in Form von Grassilage angeboten, was zu ihrem Wohlbefinden und Sättigung beiträgt. Die Gliederung des Stalls in Liegekisten, Fressbereich (Längströge) und Kotbereich sorgt dafür, dass die Tiere hau ptsächlich im Auslauf koten und harnen, der dreimal die Woche mit dem Radlader abgeschoben wird. Im diesjährigen kalten Winter nutzten die Schweine jedoch auch den Fressbereich als Toilette, so dass hier zeitweise vermehrt Handarbeit anfiel. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 750 € je Platz. Auf einem Teil des Daches wurde eine Photovoltaikanlage installiert.
Der Stall bietet eine hervorragende Übersicht. Kranke oder la hme Tiere werden rasch erkannt. Die Flüssigfütterung hat ca. 25.000 bis 30.000 € gekostet. Hier kann dann auch Altbrot eingesetzt werden. Die Tiere fressen es gerne und es ist kostengünstiger. Am Langtrog besteht ein Fress-Tierplatz-Verhältnis von etwa 1:1.
Das Raufutter (Grassilage) wird im Auslauf in Raufen angeboten.
Die Streifenvorhänge hat sich Raimund Bäumer so schneiden lassen, dass die Streifen nicht einreißen.
Zweimal die Woche wird mit dem Frontlader ausgemistet. Da einzelne Gruppen auch im Fressbereich koten (links verschmutzt, rechts sauber), benötigt man etwa eine Stunde zusätzlich Handarbeit, wenn man mit der Schaufel den Mist in den Auslauf befördert. Die Flüssigfütterung könnte eine Ursache sein, aber es gibt eben auch Gruppen, wo es keine Probleme gibt. Entscheidend ist immer auch das Verhältnis Tiere zu Fläche. Haben junge Schweine anfangs ein großzügiges Platzangebot koten sie auch schon im Fressbereich oder sogar in der Hütte.
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