2022

 

Die positive Entwicklung am Bio-Schweinemarkt setzte sich auch im Jahr 2022 fort. Von Januar bis April 2022 stiegen die Preise für E-Schweine um 17 Cent auf 4,32 € je kg Schlachtgewicht. Die pauschal abgerechneten Bio-Schweine konnten sogar um 16 Cent zulegen und erzielten im Juni 4,17 € je kg Schlachtgewicht. Parallel stiegen die Preise für Bio-Ferkel und Bio-Schlachtsauen.

Die ausgelaufenen Corona-Beschränkungen veränderten erwartungsgemäß das Konsumverhalten der Menschen. Entsprechend sanken die Umsätze für Lebensmittel in den Geschäften. Das gilt auch für viele Produkte, wenngleich Bio-Fleisch deutlich weniger davon betroffen ist. Da der Bedarf bei Bio-Schweinefleisch seit längerem nicht gedeckt werden konnte, hat die Verringerung der Nachfrage momentan keinen Einfluss auf die Erzeugerpreise. Jüngst haben sogar Unternehmen ihre Preise noch angehoben.

Gleichzeitig lässt seit Anfang des Jahres der Krieg in der Ukraine in allen Bereichen die Preise steigen. Auch für Lebensmittel sind die Preise deutlich höher als noch vor ein paar Monaten. Produzierende Betriebe dürfen aber davon ausgehen, dass die Preise für Bio-Schweine nicht unter Druck geraten, denn die Bestände sind nur langsam angewachsen und manche potenzielle Umsteller sind angesichts steigender Zinsen und Baukosten zurückhaltender, den Schritt auch tatsächlich zu gehen.

Leider sind auch die Erzeugungskosten sehr stark gestiegen und erschweren immer mehr eine gewinnbringende Erzeugung. Die Umstellung lässt sich wirtschaftlich derzeit schwer darstellen, wenn Neubauten erforderlich sind und die eigene Futtergrundlage beschränkt bzw. umstellungsbedingt zu Beginn nicht vorhanden ist.

 

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